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    DIN EN 16005

    Ausgabe 2024-08

    Kostenloser 3D-Vorcheck für automatische Schiebe- und Drehflügeltüren.

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    Frage 1 von 5

    Wählen Sie die Bauart der zu prüfenden Tür.

    • Türflügel vor dem festen Baukörper
    • Fester Baukörper links
    • Linker Pfosten
    • Linker Türflügel
    • Glas oder Füllung
    • Rechter Türflügel
    • Rechter Pfosten
    • Fester Baukörper rechts
    • Hauptschließkante
    • Nebenschließkanten
    • Rechte Querwand
    Status
    Aktuell
    Ausgabe
    2024-08

    Was regelt die DIN EN 16005?

    Die Norm behandelt die Nutzungssicherheit kraftbetätigter Türen im Personenverkehr. Sie verbindet Anforderungen an die Gestaltung mit Prüfverfahren und ist damit für Planung, Inbetriebnahme und sicheren Betrieb relevant.

    Von Samuel Schneider Servicetechniker für automatische Türsysteme Inhaltlich aktualisiert am 28. August 2026

    Kurz erklärt

    Die DIN EN 16005 behandelt die Nutzungssicherheit kraftbetätigter Türen im Personenverkehr. Sie verbindet Anforderungen an die Gestaltung solcher Türen mit Prüfverfahren. Für Planung, Inbetriebnahme und Betrieb ist sie deshalb ein wichtiger fachlicher Bezugspunkt.

    Die aktuelle deutsche Ausgabe ist die DIN EN 16005:2024-08. Sie enthält die deutsche Fassung der EN 16005:2023+A1:2024 und ersetzt die Ausgabe von 2013 sowie deren Berichtigung von 2015.

    Diese Seite ordnet die Norm in eigenen Worten ein. Sie ist weder eine Wiedergabe des Normdokuments noch eine verbindliche Auslegung für eine konkrete Anlage.

    Anwendungsbereich

    Nach der öffentlich verfügbaren Einordnung von DIN Media umfasst die Norm kraftbetätigte Türen, die dem üblichen Personenverkehr dienen. Dazu können auch Türen in Rettungs- und Fluchtwegen sowie Feuer- oder Rauchschutztüren gehören, wenn die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt sind.

    Die konkrete Bewertung beginnt deshalb nicht beim Antrieb allein. Entscheidend sind unter anderem Türbauart, Nutzung, Umgebung, Bewegungsbereiche, mögliche Nutzergruppen und weitere Anforderungen des Gebäudes.

    Nicht jede automatisch bewegte Tür fällt automatisch in denselben Anwendungsbereich. Die Abgrenzung muss anhand der aktuellen Normausgabe und der konkreten Anlage erfolgen.

    Betroffene Türarten

    DIN Media nennt insbesondere kraftbetätigte:

    • Schiebetüren,
    • Drehflügeltüren,
    • Karusselltüren,
    • Drehschiebetüren,
    • Falttüren mit horizontal bewegtem Türflügel.

    Die Gefährdungen und geeigneten Schutzprinzipien unterscheiden sich zwischen diesen Bauarten. Eine Schiebetür stellt andere Fragen an Fahrweg und Schließkanten als eine Drehflügeltür mit Bandseite, Bandgegenseite und räumlicher Schwenkbewegung.

    Gefährdungen und Schutzprinzipien

    Bei kraftbetätigten Türen müssen Bewegungen so betrachtet werden, dass Personen nicht unvertretbar gefährdet werden. In der Praxis gehören dazu mögliche Quetsch-, Scher-, Stoß- und Einzugsstellen sowie Situationen, in denen eine Person im Bewegungs- oder Durchgangsbereich nicht ausreichend erkannt wird.

    Schutz entsteht nicht durch eine einzelne Standardlösung. Je nach Türsituation können konstruktive Abstände, trennende oder mechanische Maßnahmen, geeignete Schutzeinrichtungen, überwachte Sensorik, begrenzte Bewegungsenergie und organisatorische Maßnahmen zusammenwirken.

    Die Auswahl muss zur konkreten Gefährdung passen. Das Vorhandensein eines Sensors ist daher noch kein Nachweis, dass Erfassungsfeld, Position, Reaktion und gesamte Türbewegung ausreichend bewertet wurden.

    Hauptschließkante

    An der Hauptschließkante nähert sich der bewegte Türflügel beim Schließen der gegenüberliegenden Schließkante. Der Vorcheck ordnet diesem Bereich mögliche Stoß- und Quetschgefährdungen zu, ohne eine Schutzmaßnahme allein aufgrund ihrer Auswahl zu bestätigen.

    Nebenschließkante der Schiebetür

    Beim Öffnen einer Schiebetür bewegt sich die Nebenschließkante an angrenzenden Flächen und festen Bauteilen vorbei. Für die Einordnung sind die konkrete Geometrie und die Eigenschaften des angrenzenden Bereichs relevant.

    Einzugsstellen entlang der Schiebebewegung

    Entlang des Fahrwegs können Spalte zwischen bewegten und festen Teilen entstehen. Der Vorcheck stellt dafür einen eng abgegrenzten, öffentlich belegten Abstandspfad dar; weitere Schutzlösungen bleiben der fachlichen Prüfung vorbehalten.

    Bandseite der Drehflügeltür

    Auf der Bandseite verändert sich der Spalt zwischen Türflügel, Zarge und angrenzenden Bauteilen während der Bewegung. Geometrie, Schutzabdeckung und Nutzungssituation müssen gemeinsam betrachtet werden.

    Öffnungsbereich der Drehflügeltür

    Der Türflügel überstreicht beim Öffnen einen räumlichen Bereich. Feste Hindernisse, anwesende Personen und die tatsächliche Türbewegung gehören deshalb in eine fachliche Bewertung dieses Bereichs.

    Planung und Risikobeurteilung

    Eine belastbare Planung beschreibt zuerst die reale Nutzungssituation. Dazu gehören erwartete Personenströme, mögliche Fehlanwendungen, räumliche Einschränkungen und besonders schutzbedürftige Personen. Danach werden Gefährdungsstellen und passende Maßnahmen nachvollziehbar zugeordnet.

    Der Moventiva-Vorcheck unterstützt diese Bestandsaufnahme. Er erzeugt jedoch keine Risikobeurteilung und bestätigt keine Konformität. Unbekannte Angaben müssen in einer fachlichen Prüfung geklärt werden.

    Inbetriebnahme, Prüfung und Wartung

    Sicherheit endet nicht mit der Montage. Einstellungen, Sensorfelder, mechanische Bauteile und das Verhalten der Tür müssen bei der Inbetriebnahme zur vorgesehenen Nutzung passen. Dokumentation und Prüfergebnisse müssen die ausgeführte Anlage nachvollziehbar beschreiben.

    Im Betrieb können Verschleiß, Umbauten, geänderte Nutzung oder verstellte Erfassungsbereiche die Situation verändern. Regelmäßige Prüfung und fachgerechte Wartung dienen deshalb nicht nur der Verfügbarkeit, sondern auch der fortlaufenden Sicherheitsbetrachtung.

    Welche Pflichten, Intervalle und Nachweise im Einzelfall gelten, hängt nicht allein von dieser Norm ab. Weitere technische Regeln, Herstellerangaben, Arbeitsstätten- oder Bauordnungsrecht und die konkrete Nutzung können zusätzlich relevant sein.

    Verhältnis zur DIN 18650

    Vor Einführung der europäischen EN 16005 waren DIN 18650-1 und DIN 18650-2 zentrale deutsche Regelwerke für automatische Türsysteme. Beide Dokumente sind bei DIN Media als zurückgezogen gekennzeichnet.

    Trotzdem taucht DIN 18650 weiterhin in älteren Anlagendokumentationen und in einzelnen bauordnungsrechtlichen Zusammenhängen auf. Deshalb ist eine differenzierte Einordnung sinnvoll: Für aktuelle Planungen ist die aktuelle Regelwerkslage zu prüfen; bei Bestandsanlagen müssen Baujahr, damalige Anforderungen, Umbauten und heutige Nutzung gemeinsam betrachtet werden.

    Die ausführliche Einordnung steht auf der Seite DIN 18650: Status und Verhältnis zur EN 16005.

    Fingerschutz an Drehflügeltüren

    An automatischen Drehflügeltüren verdient die Nebenschließkante besondere Aufmerksamkeit. Dort können zwischen Türflügel, Zarge und angrenzenden Bauteilen Fingerfallen entstehen. Besonders relevant ist das bei Kindern oder anderen Personen, die Gefahren nicht rechtzeitig erkennen oder vermeiden können.

    Sensorische und mechanische Schutzmaßnahmen verfolgen unterschiedliche Prinzipien und müssen zur Geometrie und Nutzung passen. Der Ratgeber DIN EN 16005 und Fingerschutz vertieft diese Fragestellung.

    Quellen und redaktioneller Hinweis

    Moventiva fasst öffentlich zugängliche Informationen und Praxiskontext in eigenen Worten zusammen. Für Planung, Nachweisführung oder Bewertung einer konkreten Türanlage sind die rechtmäßig bezogene aktuelle Normausgabe, die vollständige Anlagendokumentation und eine qualifizierte fachliche Beurteilung maßgeblich.

    Weiterführende Einordnung

    DIN 18650

    Status der zurückgezogenen deutschen Norm und ihre Bedeutung für Bestandsunterlagen.

    DIN 18650 einordnen

    Fingerschutz

    Fingerfallen und Schutzprinzipien an der Nebenschließkante automatischer Drehflügeltüren.

    Fingerschutz verstehen